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als geistlichen Wissenschaften, weil ich selbst, dnrch meinesJesus Barmherzigkeit, in dem heiligen Worte Gottes Lichtund Gnade empfangen habe. Diese Briefe, die ich dirschrieb, hatten keine andere Absicht. Dn warst die Kronemeiner Frenden, und ich würde mit Vergnügen für dichsterben, wenn es nur geschähe zum Nutzen deiner Scelc.Dcr. Höchste hat mir dnrch Träume offenbart, daß er einstzu seiner Zeit Rechenschaft fordern wird über die Tragö-die meiner Leiden. Aus diesem Zornseuer wollte ich dich,liebste Tochter, gern retten, und rathe dir daher, deineSünde, daß du vor Gericht gegen mich gezeugt hast, durcheine Vorbitte bei königlicher Majestät wieder gut zu machen."
Nach beendigten Verhören wurden ihm drei Advokatenvorgcstcllt, aus denen er einen Vertheidiger wählen sollte.Er verwarf sie aber alle, verlangte Papier, um seineSchutzschrift selbst aufzusetzen, und lieferte nach vier Wo-chen ein Chaos ungereimter Gedanken, welche die Haupt-sache wenig berührten.
Das hierauf folgende Urthcil erkannte ihm die Todes-strafe durch das Schwert zu. Doch blieb ihm noch eineDcfension nachgelassen.
Nun war ihm sein Kopf doch so lieb, daß er ihn sei-ner schwachen Feder nicht noch einmal anvertrauen wollte.Er trug also einem Nechtsgclehrtcn seine Verthcidigungauf. Das war eine herkulische Arbeit. Der Gefangenewidersprach sich in zahllosen Unterredungen, und hülltedadurch seine Geschichte in immer tiefere Nacht. Er ließsich den Anfang der Schutzschrift vorlesc»; aber kein Wortfand seinen Beifall. Kurz, er trieb den Eigensinn soweit, daß der Sachwalter weder aus noch ein wußte, undeine darüber klagende Vorstellung mit dem komischen Seuf-zer schloß: