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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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bloßes Ungefähr desselben Weges mit ihm gezogen ftp.Als ihm sein Mitschuldiger, der verhaftete Offizier, dasGegcntheil unter die Augen sagte, ergriff er den Ausweg,ihm nicht zu antworten.

Ich lasse mich auf nichts ein!" rief er.Wenn ichJa oder Nein sage, schreibt man es hin, und sobald ichbei einem Punkte Rede stehe, muß ich cs bei allen thun."Diese Sprache behielt er bei der ganzen Konfrontation,die über acht Stunden dauerte.

Auch Ulrike ward ihm unter die Augen gestellt undhielt ihm seine Vergehungen muthig vor. Er beschuldigtesie dagegen, sie ftp das Sprachrohr seiner Feinde undrede nur aus Haß Böses von ihm. Dennoch schien ihrAnblick seine schlummernde Leidenschaft wieder geweckt zuhaben. Er hatte seit seiner Gefangenschaft Ulrikens mitkeinem Worte gedacht; aber einige Tage nach dem Ver-hör schrieb er ans die weißen Blätter eines Gebetbuchs,das er ihr zur Erbauung sandte, folgenden Brief:Meineallerliebste Tochter, meine vertraute Hcrzcusnlrike! Um desheiligen Blutes und der Wunden Jesn Christi willen, derfür die Ucbcrtretcr bat und erhöret wurde, bitte ich dichzu bedenken, daß ich ein Gottcskind bin, und cs dir einegefährliche Verantwortung ftpn wird, wenn du fortfährst,dich an mir zu vergreifen. Mein Jesus ist Zeuge, daßich, meiner Frömmigkeit halben gegen dich, in dftscs Un-glück gcrathen bin. Ich wollte dich mit mir in den Him-mel haben und auch in der Welt zu Ehren. Darauf willich vor Gottes Nichtcrstuhl erscheinen, und du wirst csvernehmen am jüngsten Tage. Der Herr Zebaoth weißalles. Ich appellire an ihn und er wird mir gnädigftpn; denn er ficht, daß ich ein Märtyrer bin. Ich wollteeine gelehrte Dame aus dir machen, sowohl in weltlichen