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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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doch ein rechtschaffenes Gemüth weiß alles zu tragen. Esist Gott bekannt, daß ich deiner Großmutter kein Leidhabe thun wollen u. s. w." Ein anderer Brief, den erzugleich an den Pfarrer in Oclsnitz abgchcn ließ, enthieltdie Heuchelei:Ich bitte Sie, mein werthester Herr Pa-stor, um Gottes Willen, mir die Sünde zu vergeben, dieich in Dero Kirchspiele begangen habe."

Nach einigen Tagen ward er in das Stockhaus zu Dres-den abgeliefcrt und dem Amte daselbst die Untersuchungausgctragen. Der boshafte Frömmling verlangte soforteine» Geistliche» , um sein Gewissen zu beruhigen.

Man schritt hierauf zum Verhör. Wir wollen die wcit-läustigcn Prahlereien von seinen angeblichen Kriegsthatenübergehen, und ihn nur von der Hauptsache reden lassen.

»Ich gestehe," sprach er,daß ich in dem Jahre 170limit M " " s Tochter einen vertrauten Umgang gepflogenhabe, dessen Folge die Geburt Ulrikens gewesen ist; alleinnie versprach ich deren Mutter die Ehe. Wie hätt' ichauch ein solches Versprechen halten können, da sie untermeinem Stande war?" *

Von allen Briefen, die sie an mich geschrieben habenwill, empfing ich nicht Einen. Erst vor anderthalb Jah-ren, als ich nach Sachsen zurückkam, erfuhr ich das Da-sepn meiner Tochter. Ich nahm mich sogleich des Kindesväterlich an, und es ist Vcrläumdung, wenn man micheiner unkeuschcn Liebe beschuldiget. Ulrikens Aussagen,die ihr mein geschworner Feind M""' cingegeben hat, kön-nen nichts gegen mich beweisen. Eben so wenig meineau sic geschriebenen Briefe; den» ich bin der deutschen

-- Eine brave Bürgerin zu hcirathen, hielt »Iso der neueEdelmann für Schande; sie aber zu verführen, war edel»nd ritterlich.