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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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tenant stürzte nach, fand sie im Zimmer nnd rief seinerBande zu:Greift an und nehmt Ulriken mit Gewalt!"

Sie und ihre Großmutter hatten sich aber so fest um-schlungen, daß es den vereinten Kräften der Rotte nichtmöglich war, sic zu trennen. Dieß versuchte nun dergrausame G" durch seinen Degen, nnd zerfleischte damitdie Hände und Arme der unglücklichen Alten. Ihr nnddes Mädchens Jammergeschrei war entsetzlich. Der Greiswollte den Seinigen bcistchcu; aber auch er empfing vondem Rasenden eine» so kräftigen Hieb über den Kopf,daß er betäubt zurücktaumclte. Schon strömte das Blutder braven Frau aus sechszchn Wunden, nnd noch immerdrückte sic ihre Enkelin fest ans Herz. Endlich sank sie,von ihrer letzten Kraft verlassen, zur Erde.

Sofort ergriff ei» Reiter das Mädchen und trug es '

schwebend bis an die Thür. Dieser Anblick riß die Ver-wundete aus einer nahen Ohnmacht auf. Sic raffte sichwieder empor, klammerte sich an Ulriken und schrie solaut nach Hülfe, als wollte sie Todte wecken.

Aber der Augenblick war gekommen, da sie selbst zuihnen gehören sollte. Denn G *", der die Stube schonverlassen hatte, als er seine Beute fortschlcppcn sah, stürmtejetzt wieder herein. Ergrimmt über das neue, nicht mehrerwartete Hindcruiß, zog er den Degen und stieß ihn derarmen Frau so wüthcnd ins Herz, daß die Spitze durchden Rücken heraus drang. Die Unglückliche ächzte mitbrechenden Augen:Ich sterbe!" und war todt.

Der Mörder floh. Ihm wollte der Reiter mit Ulrikenfolgen; aber ein Offizier, durch das blutige Schauspielgerührt, entriß sic ihm.Laß sie hier! sprach er: Es istschon Unglück genug geschehen!" Hierauf flüchteten alle