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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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hier?" Sie rang mit ihm und stieß ihn zurück, indemer das schreiende Mädchen aus dem Bette zu reißen strebte.

Jetzt drängte sich sein Gcfolg in die Kammer, undeiner der Offiziere gebot Stille.Sie machen unnöthigcnLärm, Madame!" fing er an:Der König hat uns ab-geschickt, Sie mit Ihrer Enkelin »ach Dresden zu brin-gen. Ich bin ein Auditcnr nnd fordrc Sie ans, demWillen des Königs Gehorsam zu leisten. Wir wollen jetztdie Kammer verlassen, damit sich das junge Frauenzim-mer ankleidcn kann. Kommen Sic, Madam! KommenSic, Herr Obcrstlieutenant!"

Alle gingen nun in die Stube zurück. Hier verlangtedie muthige Alte mit etwas ruhigerm Tone, den könig-lichen Befehl zu sehen.Den brauche ich Ihnen nicht zuzeigen," sagte der angebliche Auditeur.So?" -rief siemit neuer Heftigkeit:Nun weiß ich, daß ihr als Räu-ber kommt! Mann, laß die Bauern aufbieten, laß dieSturmglocke läuten! Gewalt, Gewalt!"

Mit diesen Worte» flog sic wieder in die Kammer undverriegelte hinter sich die Thür. Der zitternde Greiswankte nach dem Fenster, um Hülfe zu rufen. Ein Of-fizier warf ihn aber zurück und fuhr ihn an:Kein Laut,Herr, oder ich erschieße Sie!"

Indessen war der Obcrstlieutenant zur Stube hinausüber den Hof ans Kammcrfcnster gelaufen. Er zerschlugdie Scheiben und befahl einem Reiter, hincinziistcigcn.Die entschlossene Frau stellte sich entgegen und bot alleKräfte auf, den Soldaten zurückzustoßen. G" aberzog den Degen und stach nach ihr. Sie wich endlich,nnd die Räuber stiegen ein.

Doch ehe sic noch den Boden der Kammer betraten,flohen die beiden Frauenzimmer hinaus. Der Oberstlicu-