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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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Er erhielt aber bald eine Antwort, die ihm reichlichenStoff zu einer scharfen Gcsctzprcdigt für seinen künftigenDcichtsohn gab: womit er ihn denn auch bei der nächstenGelegenheit nicht verschonte.

Jener spielte dennoch seine Frömmlingsrolle weiter, undbesenfzete mit gen Himmel gerichteten Angen die Vcrläum«düng seiner Unschuld.Sic sehen fuhr er fortdaß M" und dessen Frau meine Todfeinde sind. Es wirddaher nöthig sepn, mich vor dem Genuß des Abendmahlsmit ihnen völlig auszusöhncn. In dieser guten Absichtwill ich nächstens nach Ocisnitz reisen. Sie aber, thcnrcrGottcsmann, werden vorher so gütig scpn, meine Gegnerdurch einen fricdcstiftendcu Brief darauf vorzubcrcitcn."

Der Geistliche widcrricth die Reise, weil sie leicht zuneuen Erbitterungen Anlaß geben könne; doch erbot ersich, schriftliche Verzeihung auszuwirkcn. Das ließ sichder Obcrstlientcnant gefallen, bedankte sich demüthig undversprach, dem Geistlichen in allen Dingen wie ein Kindseinem Vater zu gehorchen.

Allein nach einigen Tagen kam er wieder, gab vor, cswürde seine Andacht und Erbauung befördern, wenn erzugleich mit seinem lieben Kinde zum Abcndmahle gehenkönnte, und verlangte von dem Geistlichen, daß er dieseZusammenkunft veranstalten sollte. Dieser überzeugte sichnun ganz, daß er mit einem Erzhcnchlcr zu thnn habe,der ihn nicht zum Beichtvater, sondern zum Kuppler undGelcgenhcitsmachcr brauchen wollte, und eiferte so ernstlichdarüber, daß G" den Muth verlor, den ehrliche» Mannweiter in Versuchung zu führen.

Dieß geschah gegen das Ende des Jahres 1722. Amersten Jänner 1723 schrieb er an seine Tochter einen kla-genden, schwermüthigcn Brief. Unter andern sagt er darin.'