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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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dcßhalb mit seiner Frau einig, Ulriken zu einem Ver-wandten in Hain z» bringen. Das geschah anch bald,und so heimlich als möglich. Dennoch bekam der Qbcrst-licntcnant Wind davon, und che man sich seiner in Hainversah, brach er mit Soldaten, die er sich unter einemfalschen Vorwand von dem wachhabenden Officier ausge-bctcn hatte, in das Hans, wo sich Ulrike befand. DieserUcbersall kam so schnell, daß sie kaum die Zeit behielt,durch eine Hintcrthüre zu flüchten. G" durchsuchte nunvergebens alle Winkel, und zog mit gräßlichen Fluchenwieder ab.

Einen gleiche» Haussriedcnsbrnch beging er kurz daraus ^in Meißen, wo das verfolgte Mädchen einen neuen Zu-fluchtsort vor seinen Nachstellungen gesucht hatte. DieUnternehmung mißlang ihm zwar anch diesmal; doch sahM" nun wohl, daß seine Enkelin vor dem Tollkopfenirgends sicher, vielleicht aber in Qclonitz noch am bestenaufgehoben scy. Er nahm sie deshalb wieder zu sich undbewachte sie mit verdoppelter Sorgfalt.

Dennoch fand der uncrmüdcte Wollüstling noch einmalGelegenheit, sic zu sprechen, und ihre eigne Mutter warUnterhändlcrin dabei. Dieses arme Weib hatte der übcr-müthigc Mensch bisher verachtet, und immer spottweisedie Bäuerin genannt. Erst jetzt ließ er sich wieder zuihr herab, da er sie zum Werkzeuge seiner Bosheit brau-chen wollte. Ihr waren nun entweder seine ruchlosen Ab-sichten nicht bekannt, oder ein Ucbcrrcst von Liebe gegenihren ehemaligen Verführer machte sie zu seinen Dienstenbereitwillig: genug, sie ließ sich von ihm beschwatzen, indas Hans ihrer Eltern zu gehen und daselbst vorzugebcn,cs sep eine vornehme Dame bei ihr, die mit Ulriken we-gen einer Versorgung als Gesellschafterin oder Kammer-