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hören und mit Gottes Hülfe gedämpft werden. Leute, dierinem unschuldigen Kinde Unrecht thätcn, wären nichtsBesseres wcrth, als daß ihr Blut vor die Hunde gehe,wenn sic sich nicht noch bei Zetten bekehrten.
Das scp Gottes Wort und seine Gerechtigkeit."
Zn demselben Briefe will er auch Ulriken verleiten, ihreGroßeltern bet Nacht und Nebel zu fliehen und sich inseine Vaterarme zu werfen. „Vornehme Leute, und selbstGeistliche — schreibt er — verübelten ihr, daß sie es nichtschon längst gcthan habe. Sic solle sich doch nicht längervon der Welt für einfältig halten lassen, sondern einenEntschluß ergreifen, daß sic mit Recht von sich sagen könne,sic scp das würdige Kind eines rechtschaffenen Vaters."
Am Ende versucht er noch einen Angriff auf die schwächsteSeite des jungen, weiblichen Herzens, indem er Ulrikenprächtige Kleider, Umgang mit der vornehme» Welt undtägliches Vergnügen durch Luftfahrten und Schauspieleverspricht.
Das vernünftige Mädchen hörte jedoch nicht auf die lo-ckende Stimme des Verführers. Die ganze Fluth seinerBriefe nach Oelsnitz blieb von nun an unbeantwortet.Das Haus war ihm verboten, und er hatte daher schonseit einigen Monaten nicht mehr gewagt, dort zu erschei-ne». Endlich konnte er diese todtc Stille, in der er vonUlriken nichts sah und hörte, nicht länger aushaltcn. Erbeschloß eine Reise nach Oelsnitz, um nochmals einenVersuch zu machen, ob er nicht durch das blendende Schat-tenspiel der Legitimation und Erbeinsetzung einen Vergleichund des Mädchens Auslieferung bewirken könne. Um derSache einen Schein des Ernstes und der Wahrheit zugeben, ließ er die erforderliche» Schriften und Urkunden