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bot ihr mit den heiligst?,, Eiden Herz und Hemd, gab sichtriiglich für einen reichen Mann aus und baute vor denAugen des leichtgläubigen Landmädchcns blendende Luft-schlösser. Er wollte »ach vollzogenen, Frieden, der damalseben im Werke war, die Kriegsdienste verlassen, sein gro-ßes Vermögen aus Schweden abholcn und es seiner Brautzu Füßen legen. Wie schön klang das alles! Die ganzeFamilie freute sich der zukünftigen Glückseligkeit. Vater,Mutter und Tochter wetteiferten, de», vielversprechendenManne, dem Schöpfer sorgenfreier, goldncr Tage gefälligzu scyn. Marie war cs leider zu sehr. Sic gestattete den,verliebten Jüngling so viele Freiheiten, daß endlich keinemehr zu erlauben oder abzuschlagcn übrig blieb.
Jetzt ward der Friede zu Atranstädt geschlossen und dieSchwede» rüsteten sich zum Abzüge aus Sachsen. Dasganze ausgcsogcnc Land freute sich, diese drückenden Gästewieder los zu werden; nur die liebende Marie weinte derStunde der Trennung entgegen. Sie fühlte schon dieFolgen des vertrauten Umgangs mit ihrem Bräutigam,und verschwieg ihm auch diese Entdeckung nicht. Er trö-stete sie aber durch wiederholte Versicherungen, binnen we-nigen Monaten aus seinem Vatcrlande zurückznkommci,und sich mit ihr zu verbinden. Dabei schlug er vor, in-dessen Briefe zu wechseln, und fertigte für das Mädcheneinige Couvcrte, auf die er seine Avdrcfse schrieb. Endlichtönte die Scheidestunde. Sic verstoß unter gegenseitige»Schwüre» ewiger Treue. Mariens letztes Wort war dieBitte, sie nicht zu verlassen, sic nicht unglücklich zu machen.
Allein es verginge» einige Monate, und noch kam keinBrief aus Schweden. Marie weinte Tag und Nacht, undkonnte nun ihre Schwangerschaft nicht länger verbergen.Die Aeltern erschrackcn zwar heftig darüber, doch ließen