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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
270
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die wechselseitigen stummen Komplimente durch die Frage:Kennen wir uns nicht, mein Herr?"

Atzest gab ihr keine Antwort, sondern wandte sich zuden übrigen Damen, und stellte sich als den entzaubertenZwerg vor. Alle sahen sich staunend an.Mit Ihnen,Madam, fuhr er gegen die Zauberin fort, ist meine Rech-nung geschloffen Die Hand dieser schönen Prinzessin hatsic zerrissen. Sic liebt mich Unwürdigen, und unser Bünd-niß bedarf nur noch die Bestätigung und den Segen mei-ner gnädigsten Königin."

Die Here stemmte beide Hände in die Seiten und öffneteden zahnlosen Mund, um einem Strom von SchimpfrcdcnLnst zu machen; allein die Königin dämmte noch zeitiggenug den völligen Ausbruch desselben, indem sie um einenAugenblick Beruhigung bat und dann gegen Alzcstcn stam-melte:Sein Antrag sep ihrem Hanse so schmeichelhaft,daß ihr Wille, wenn er noch frei und ungebunden wäre,seine» Wünschen cntgegenkommc» würde. Allein die Un-möglichkeit werfe sich dazwischen, indem sie bereits demgegenwärtigen Fürsten ihre Tochter versprochen habe."

Hin zu der Mutter Füßen stürzten jetzt die Liebendenund beschworen sic mit Thräncn, diese Erklärung zu wi-derrufen. Ganz unerwartet stellte sich auch Zefire unterdie Bittenden. Freilich bewog sic nicht schwesterliche Liebe,sondern Eigennutz dazu. Sic sah aus allen Umständen,daß Alzest für sic verloren sey, und richtete nun ihre Ab-sichten auf den Schmctterlingsprinzcn, dessen hascnhaftcLustigkeit ihr überhaupt besser, als der Ernst jenes edlenJünglings gefiel.

Hochgedachter Prinz, so nah ihn auch die in Frage be-fangene Sache betraf, schien über den Ansgang derselbenganz unbekümmert zu scpn. Während Aller Augen an