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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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bemühte sich, durch unterwürfige Beistimmung ihren Fehlerwieder gut zu machen; allein die Prinzessin brach dasGespräch ab.

Atzest hatte nun eine Woche lang einen Tag aus-genommen, da er sich unter dem Vorwand eines dringen-den Geschäfts beurlaubte im Schlosse gewohnt, als derKönig seine Gemahlin und Töchter mit einem Besuchüberraschte.

Er gebcrdctc sich wie ein scheues Pferd, als er denFremden erblickte; die Königin zog ihn aber geschwind inei» Nebenzimmer und sprach also:Sie werde» sich wun-dern, daß Sie einen so mißgeschaffenen Mann hier an-trcffcn; allein cs hat eine ganz eigene Bcwandtniß mitihm. Er ist ein mächtiger König; nur jetzt mit einerLösen Fee über den Fuß gespannt und aus seinem Landeverwiesen. Die Geschichte unserer Bekanntschaft will ichIhnen einmal bei mehrerer Muße mittheilcn, und jetzt nurso viel sagen, daß er nicht üble Miene macht, sich miteiner von unfern Töchtern zu vermählen."

Sic faseln, Madame!" rief der König im höchstenZorn.Wie kann dieser Perückcnstock so kühne Gedankenhegen? Das wäre mir ein lieblicher Eidam! Nicht zumStalljungcn ist er zu brauche». Der einbeinige Wichtkann ja keinen Esel, geschweige denn ein Pferd besteigen.Wer nicht reiten kann, ist kein Mann! Das ist undchleibtmein Grundsatz; und ich befehle Ihnen ernstlich, diese ab-geschmackte Hcirathsspekulation fahren zu lassen."

Aber, wenn er nun" fing die Königinwieder an: allein der Herr Gemahl fiel ihr sogleich mitseinem gewöhnlichenBrr! Steh, Männchen, steh!" insWort, und sie schwieg.

Langbein's siimmtt. Schr. XIll. Bd.

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