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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
258
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Hierauf warf sich die immer noch zürnende Majestätwieder aufs Noß und sprengte von dannen.

Die betrübte Königin erzählte diesen harten Strauß ihrenTöchtern, deren Gedanken darüber sehr verschieden waren.Zcfire gab dem Vater Recht. Ihr selbst kam Alzcst ab-scheulich vor, und sie betrachtete ihn blos als eine Brücke,über welche sie in die Arme des reizenden Schläfers gehenwollte. Er hatte sic überdicß durch fortdauernden Kalt-sinn so unverzeihlich beleidiget, daß sie ihm die Verachtungder ganzen Welt herzlich gönnte. Auroren hingegen wardie Nachricht ihrer Mutter ei» Donnerschlag, und sie gingin den Wald, um ihre» Kummer ohne Zeugen auszuweincn.

Hier ward sie aber bald gestört. Die Zanbermama,die vor acht Tagen im Hohlwege zerfallen war, kam ihraus dem Gebüsch cntgegcngclaufcn. Anrorc wich geschwindauf die Seite, um nicht ein neues Unglück auszurichte»;aber das Mütterchen rief lachend ihr zu:Bleib, bleib,mein Kind! Ich habe heute nicht meine» zerbrechlichenTag. Doch wie?" fuhr sie fort, indem sic näher zu Au-roren tratIch glaube, du weinst?"

O nein!" anwortctc Jene, und zwang sich zum Lächeln.

Freilich hast du geweint.Ei, das schickt sich für keineBraut!"

Braut? Was will das sagen?"

Nichts mehr und nichts weniger, als daß ich meinWort halte. Heisa lustig, das versprochene Männchen istim Anzug; du wirst es gleich zu sehen bekommen! Jetztmuß ich vor allen Dingen mit deiner Mutter sprechen."

Sie lief fort und ließ Auroren voll Erwartung undFurcht zurück. Kurz drauf kamen Boten über Boten, diesie heim holten.

Dein Glück ist gemacht!" rief ihr die Königin cntge-