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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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tigcrs zu erzählen wußte, als daß er eine» Mann miteinem fürchterlich langen Barte gesehen habe. Er sprachdavon wie von einem Wunderwerke, und das Ihnen sowohl gefallene Fräulein rief naseweis aus:O diesenBart aller Bärte möcht' ich sehn!"

Die hohe Tafelgcscllschaft hatte kaum diesen abgeschmack-ten Wunsch beifällig belacht, als sich Potemkin, der dasFräulein liebt, nach dem Langbart näher erkundigte. DerPrinz zog sein Taschenbuch heraus, las Ihren Wohnortab und setzte hinzu:Dort hält er sich auf. Seinen Na-men weiß ich übrigens nicht. Doch ist er nicht zu ver-fehlen; denn einen längern Bart hat kein Mensch in derWelt." -

Der stolze Tauricr ließ sofort einen Secretär rufen undbefahl ihm, an den dortigen Commandantcn einen Befehlauszufcrtigen, daß er stracks nach Verlesung desselben denMann mit dem längsten Bart tu der Stadt herbcischaf-ftn solle.

Seitdem dachte weder der Fürst noch das Fräulein andie ganze Sache.

Erst heut über der Tafel fiel sic der Letzter» plötzlichwieder ein.Wie ist's denn?" sprach sic zum Fürsten:Wollten mir Eure Durchlaucht nicht einmal einen Mannmit einem erstaunlich langen Barte zeigen?"

Der Fürst schickte sogleich nach dem Secretär, dem erdeßhalb Auftrag gegeben hatte, und schrie ihm mit einemschrecklichen Ton entgegen:Hab' ich ihm nicht befohlen,den Mann mit dem langen Barte herbeischaffen zu las-sen?"

Ja, Eure Durchlaucht," antwortete der Secretär,under sitzt auch wirklich schon seit sechs Monaten in einemhiesigen Gefängnisse, will aber noch nicht bekennen, was