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russische Dienste und habe mich wacker mit den Türkenherumgcschlagen." —
„Und ich mit Weibern," — fiel ich ein! „O Sie ha-ben mich seit der Ihnen bekannten Geschichte noch barba-risch hingeheßthaben mich endlich dahin gebracht, daßich sie wie Schlangen und Ottern fliehen mußte! Dochder heutige Tag söhnt mich mit diesem, mir bisher soverhaßten Geschlecht wieder ein wenig aus. Endlich sahich doch einmal ein gutmüthigcs, thcilnehmcndes Weib!Die junge, schöne Dame, die so hold meinen Bart strei-chelte, schien mir ein Engel des Himmels. Ihr Hab' ichohne Zweifel meine Befreiung zu danken." —
„Sic irren sich schrecklich, armer Freund!" sagte derGraf mit mitleidigem Lächeln: „Eben diesem Engel ver-danken Sie Ihre Ketten!" —
„O scherzen Sie nicht so grausam!" rief ich ans! „Las-sen Sie mich mit dem Glauben, daß es noch ans Erdenein gutes Weib gibt, zur Grube fahren!" —„Sonderbarer Freund!" erwicdcrtc Osseck: „Es gibttausend und abermal tausend vortreffliche, seelengute Wei-ber! Doch die Lobredncrin ihres Bartes gehört wahrlichnicht darunter, sondern ist ein kaltherziges, leichtsinnigesDing." —
„Wie wolle» Sie das beweisen?" sagt' ich ein wenigbitter; denn ich alter Geck hatte mich in das wunderschöneMädchen beinahe verliebt.
„Dieser Beweis ist sehr leicht," — versetzte der Graf:„Ich führ' ihn blos aus der Geschichte Ihrer Gefangen-schaft, die kürzlich folgende ist:
An der Tafel des Fürsten Potcmkin, des Tauriers,speiste vor sieben Monaten ei» junger Prinz, der vonseinen Reisen durch einige russische Provinzen nichts wich-