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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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von Soldaten begleitet, mehr tobt als lebendig in denfürstlichen Palast. Man führte mich in eine» Prnnksaal,worin eine glänzende Gesellschaft versammelt war. EineMenge Herren mit Sternen und Ordensbändern drängtensich um mich herum. An ihrer Spitze stand eine jungeDame von blendender Schönheit. Sie lächelte mich an,strich mit ihrer Lilicnhand meinen Bart und sagte mit himmli-scher Sanftmuth: >,O ein schöner, ehrwürdiger Bart!"Hierauf machte der Fürst (den ich an der Ehrfurcht, dieihm Alle bewiesen, sogleich erkannte) eine kleine gnädigeBewegung mit der Hand nach mir hin und sagte:Geht,ihr scpd nun frei!"

Voll Erstaunen verließ ich den Saal. Meine Wachevor der Thür war verschwunden. Das selige Gefühl wie-der erlangter Freiheit goß neue Kraft in meine Gebeine.Rasch, wie ein Jüngling, lief ich die Treppe hinab. Plötz-lich hört' ich mich bei meinem Namen rufen. Erschrockensah ich zurück, und erblickte hinter mir einen russischenOffizier, den ich schon im fürstlichen Saale bemerkt hatte.

Kennen Sic mich nicht mehr?" sprach er und drücktefreundschaftlich meine Hand.

Ich starrt' ihm ein Weilchen ins Gesicht, und versichertedann, daß ich mich nicht erinnere, ihn jemals gesehn zuhaben.

Und doch sahen wir uns," versetzt er,einmal sehrnahe, näher, als mir lieb war."

Ich sann und sann. Er blieb mir ein Fremdling.

Hm!" sprach er lächelnd:Kennen Sie wirklich denGrafen Offeck nicht mehr?"

Osseck!" rief ich und fiel an seinen Hals.Jsl's mög-lich? Wie find ich Sie hier?"

Kurz nach unserm Duell," antwortet er:trat ich in