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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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klar, daß mich das Schicksal bestimmt hat, von allen Wei-bern, denen ich nahe komme, sie mögen klng oder dummscpn, geprellt zu werden! Was bleibt mir übrig, als vordiesem scindlichcn Geschlecht in die tiefste Einöde zu flüchten?"

Indem ich so meinem Schmerz Lust machte, fiel mir ineinem Fensterwinkel ein an mich übcrschricbencr Brief insGesicht. Ich brach ihn hastig auf. Er war von einemalten reichen Vetter in Rußland, an den ich seit vielenJahren nicht gedacht hatte. Der gute Mann lud michein, baldmöglichst zu ihm zu kommen, weil er mich vorseinem Tode, den er wegen Alter und Schwachheit täglicherwarten müsse, noch ein Mal zu sehen wünsche. Diesebeschwerliche Reise, schrieb er, sollte mir nicht »»belohntbleiben; denn er wolle mich zum Erbe» aller seiner Habecinsctzcn.

In meiner gegenwärtigen Armnth war mir ei» solcherAntrag höchst erwünscht. Ich machte »lich stracks auf denWeg und bettelte mich bis in das Wohnstädtchen meinesVetters, das fünfzig deutsche Meilen hinter Petersburg lag.

Hier ward ich bald wieder zum reichen Manne; dennder Alte starb nach wenigen Wochen i» meinen Armen,und ich sah mich nun wieder im Besitz eines größer» Ver-mögens, als ich jemals gehabt hatte.

Ich beschloß, in dem russischen Städtchen, wo ich letztwar, bis an mein Lebensende zu bleiben und so viel alsmöglich wenigstens gegen das weibliche Geschlechtden Einsiedler zu sviclen. Ich kleidete mich ganz nach derLandcssittc und ließ mir den Bart wachsen. Dieser wett-eiferte im Wachsthum mit allen russischen Bärten, undfloß mir endlich bis über den Gürtel herab. Ich sah auswie ein Knecht Ruprecht, vor dem sich die Kinder fürchten.

Zu meiner Bedienung zog ich einen armen Buben heran