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Mädchcn, das immer Ja auf den Lippen trägt, einemManne gewähren kann." —
Ich hatte bei dieser Erzählung auf Nadeln gesessen.Das Landhaus, die Schönheit und Einfalt seiner Bewoh-nerin, ihr papageicnartigcs Neinsagcn — kurz, alles trafzu und überzeugte mich, daß von Niemand anders, alsvon meiner Frau die Rede scpn konnte. Die letzten Wortedes Erzählers drangen mir wie ein Dolchstoß ins Herz.Zum Gluck bemerkte kein Tischgesellschafter meine Verwir-rung; denn aller Augen waren ans den Referenten mei-ner Schande gerichtet, der jetzt also fortfuhr:
„So weit, meine Herren, möchte sich die Geschichte alsein Liebesabenteuer halb und halb entschuldigen lassen;nnn aber fängt sie an, für den sogenannten Herrn Baronsehr unrühmlich zu werden. Der Schurke hatte darannicht genug, daß er einen ehrlichen Mann zum Hahnreimachte; er beredet am Ende sogar das dumme Gänschen,mit ihm in die weite Welt zu fliegen." —
Ich crschrack, als ob über mir der Himmel einstürztcund raunt' aus dem Spcisesaal, als würd' ich von derganzen Holle verfolgt. „Postpfcrde!" schrie ich fürchterlichim Hause, und verriegelte mich in mein Zimmer, bis sieda waren. Ans allen Stationen gab ich sechsfaches Trink-geld, und kam so im Fluge bei Röschens ländlicher Woh-nung an.
Die Thür war fest verschlossen. Ich mußte sic mitHülse des Postknechts aufsprcngcn. Zitternd wankt' ich insHaus und fand cs wüst und leer. Sogar der alte Drachehatte sich mit entführen lassen. Alle Gemächer waren aus-geräumt, alle Schränk' und Kasten erbrochen. Ich warein Bettler.
„O ich Unglücklicher!" rief ich aus: „Nun seh' ich doch