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die beleidigten Damen hatten schon durch die halbe Stadtdie Lärmtrommel gerührt. Man ricth mir einstimmig, derMinisterin Abbitte zu thnn. Ich hatte keine Lust dazuund ging wieder nach Hause, um die Sache reiflicher zuüberlegen. Hier fand ich aber ein Billct des Ministers,das mich alles Nachdenkens überhob. Er schrieb mir kurzund ohne einen Bcwcgungsgrund seiner veränderten Ge-sinnungen anzufiihrcn: „Ich möchte auf die gesuchte Kapi-tainsstclle nicht weiter rechnen und seine Schwelle niewieder betreten." —
„Wie Eure Erccllenz befehlen!" rief ich, und lachte solaut, daß meine einsamen Wände wicderhalltcn. So warich augenblicklich getröstet. Da ich übrigens voraussah,daß mich die Wespen, in deren Nest ich gestochen hatte,überall verfolgen und nirgends aus einen grünen Zweigkommen lassen würden, so that ich ein Gelübde, bei kei-nem Großen mehr nm die geringste Gnade zu betteln,sondern als ein freier Privatmann zu leben und zu sterben.
Ich hatte noch Vermögen genug, diesen Entschluß aus-zuführcn, und das selige Gefühl der Unabhängigkeit machtemich zwei Jahre lang zu einem sehr glücklichen Menschen.Die gelehrten Wespen stachen Zwar oft nach mir; dochkalte Verachtung dieser Brut war mein Panzer gegen ihrekraftlosen Stacheln.
Der Mensch ist aber ein sonderbares Geschöpf. Es kannnicht ruhn, es sep ihm auch noch so wohl- Nm seinemGlück immer mehr Vollkommenheit zu geben, künstelt erso lange daran, bis er es gemeiniglich wieder verdirbt.
Dieß war mein Fall. Es dünkte mich plötzlich einmalnicht gut, daß der Mensch allein sep; cs schien mir besser,eine Gehülfin zu haben. Indem ich Ließ dachte, trippeltezwar die ganze Schaar der Weiber, die mich schon in der