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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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dinnen hinterbracht worden war, fiel ich bei ihnen in dietiefste Ungnade. Doch verbargen sie ihren Zorn hinter derMaske der Freundlichkeit, und luden mich eines Tages so-gar ein, ihrer nächsten Sitzung beizuwohnen.

Ich hatte längst gewünscht, diese merkwürdige Versamm-lung zu sehen, und erschien daher in ihrer Mitte mit einerehrfurchtsvollen Verbeugung. Die Gesellschaft bestand un-gefähr aus zwölf Damen, wovon immer Eine häßlicherals die Andre, und die jüngste wenigstens fünfzig Winteralt war. Sie erhoben sich bei meinem Eintritt von einerlangen Tafel, die unter einer Ccntncrlast von Büchernseufzte. Eine meiner Bekannten ging mir entgegen undstellte mich man denke sich mein Erstaunen! derSocietät mit den Worten vor:Hier, meine Freundinnen,sehen Sie den naseweisen Splittcrrichtcr unserer ehrwür-digen Gesellschaft!''

Das ist also der Herr Kritikus?" quäckte mit wi-derlicher Katzenstimme eine Dame, die an der Tafel obenansaß und die Präsidentin zu seyu schien.Warten Sie,"fuhr sie kreischend fort:wir wollen Ihnen jetzt ein wenigAntikritik zu kosten geben!"

Auf diese Losung sprang das ganze alte Musenchor mitverborgen gehaltenen Ruthen mir auf den Hals. Ich prelltezurück, gewann glücklich die Thür, drückte sie hinter mirzu und ließ durch eine kleine Oeffnung ein unmäßiges Ge-lächter mit dem Zusatz erschallen:Sic führen recht pas-sende antikritische Waffen, meine Damen! Sind cs etwaUcbcrrcste von ihren in der letzten Walpurgisnacht gebrauch-ten Blocksbcrgspferdchcn?"

Diese Schmähung trieb den Zorn der Musenschwcstcrnauf den höchsten Grad. Sic prellten mit vereinter Machtwüthcnd gegen die Thür an. Ich stemmte mich aber sokräftig dagegen, daß der Ausfall nicht glückte. Sie rüsteten