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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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ter, wildfremder Mensch ftp, auf mich zu.Was wollenSie, mein Herr?" fragte sic keck:Sie haben sich wahr-scheinlich im Hause geirrt?"

Nicht im Hause;" versetzt' ich:aber in Ihnen,Rosalic!"

In mir?" rief sie mit frechem Gelächter:Wie ist-das möglich? Ich kenne Sie nicht."

Mich kennst du nicht? Mich vcrläugncst du?"schrie ich halb rasend:Ha, eine so eiserne Stirn kannnur ein verworfenes Weib, kann nur eine Buhlerin ha-ben!"

Schäumend vor Wuth hätt' ich sie mit den Hände»zerreißen mögen. Sie flüchtete sich aber hinter den Stuhldes Graft» und schrie ängstlich:Helfen Sie mir, HerrGraf! Der Mensch ist wahnsinnig!"

Entfernen Sie sich!" sagte der Graf im gebietendenTon und schellte zugleich mit einem Tischglöckchc». EinBedienter sprang herbei.

Was wollen Sic thun?" fragt' ich entschlossen.

Sie zur Thür hinauswerfcn lassen;" war seine Ant-wort:wenn Sie nicht augenblicklich von selbst gehn."Herr Graf," sprach ich mit möglichster Fassung:Siesehen mich wahrscheinlich in meine» Neiftkleidern für einennichtswürdigen Abenteurer an, und glauben daher, mir sobegegne» zu dürfen. Sic irren sich, Herr Graf! Ich binein Offizier und ein Mann von Ehre, der sich nicht un-gestraft beleidigen läßt. Ich weiche jetzt, um mich mitIhnen und Ihrem Lakai in kein schimpfliches Handgemeng'cinzulassen; doch morgen früh um sechs Uhr sprech' ich Sieim Park und fordere Gcnugthuung."

Sie sollen mich finden," sprach der Graf, indemich hinwegeilte.