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bewaffnete Schlagtodt rannte mir nach. Ich erreichte dieTreppe, fiel jedoch ans der Mitte derselben so unglücklich,daß ich einen Arm brach.
Nach vollendeter Heilung war mein erster Weg zuNannp, um mir den versprochenen Minnesold abzuholen.Ich fand fic in Gesellschaft eines süß duftenden Höflings,der gerade bei ihrem Vater ein Kapitälchen ausgenommenhatte und sich aus Dankbarkeit hcrabließ, der kleinenTochter vom Hause Schmeicheleien zu sagen. Das gefall-süchtige Püppche» war durch diesen Hofwind so aufgebla-sen, daß cs mich bei meinem Eintritt bloß über die Ach-sel beschielte. Ich wartete mit Ungeduld, daß sich der lu-stige Schwätzer empfehlen sollte; allein er blieb. So standich ein Weilchen auf Kohlen. Endlich nahm ich mir dieFreiheit, Nannp bei Seite zu rufen. Sic folgte mir mitverdrießlicher Miene nnd fragte schnippisch : „Was gibts?" —
„Du hast zu gebe», Nannp!" antwortet' ich: „Weißtdu noch?" —
„Ich weiß von nichts und verbitte das Dützen," schnat-terte sic. Dabei warf das kleine Ding sein NäSchcn hochempor und wollte fort.
Sanft hielt ich den lieben Flüchtling auf und sagte:„Du bist heute nicht bei Laune, gute Nannp! Ich willmir deßwegen meine sauer verdienten Küßchcn zu einerandern Zeit abholen." —
„Bemühn Sie sich nicht!" sprach sie höhnend.
„So?" — rief ich erbittert: „Wer hetzte mich auf desMagisters Perücke? Wer ist Schuld, daß ich den Armbrach?" —
„Das ist zum Todtlachen!" fiel sic kichernd ein: „AmEnde soll ich Ihnen wohl Ihren ungeschickten Fall gargeheißen haben?" —