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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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weg wandte. Geschwind stand ich hinter ihm und senktebehutsam einen Tapetcnhaken, der an einen Bindfaden ge-knüpft war, in seine Haarmützc. Er bemerkte nicht dieThat meiner leisen Hand. Ich band nun das andereEnde der Schnur an die Thürklinke und setzte mich miternsthaftem Gesicht wieder an meinen Platz.

Hier hatt' ich kaum einige.Scheinblicke auf mein Buchgeworfen, als ich mit heimlichem Vergnügen einen mei-ner Mitschüler die Treppe heraufpoltcrn hörte. Um dieversäumte Zeit durch Eilfertigkeit cinzubringcn, riß er ha-stig die Thür auf und rückte dadurch so schnell, wie eineSternschnuppe vom Himmel herabschießt, dem Magisterdie Perücke vom Scheitel. Sie überschlug sich einige Malin der Luft, und fand alsdann erst ein Nuhcplätzchcn aufden staubigen Dielen. ^

Mit schrcckbarem. Grimm sprang der kahlköpfige Riesevom Stuhl auf, um über den ankommendcn Spätling,den er für den Räuber seines Stutzes hielt, wüthend her-zufallen. Der Unschuldige floh. Magister Kahlkopf wollt'ihm nachsctzen, verwickelte sich aber mit den Beinen indem Leinchen an der Thür, und stürzte krachend, wie einumgehauencr Baum, zur Erde.

Hierüber kam er zur Besinnung, daß der Entflohne,der noch nicht da gewesen war, den inwendig befestigtenFallstrick unmöglich gelegt haben könne. Seine zornfun-kelnden Augen suchten nun den Thäter unter uns klebri-gen. Am längsten ruhte sein Blick auf mir. Ich zwangmich, die ruhige Unschuld zu spielen; das Blut schoß miraber wie ein glühender Strom ins Gesicht.Ha, MosjeAlbert!" brüllte der Schulmeister:Haben wir etwa dieseGottlosigkeit verübt?" Ich stammelte:Nein!" ergriffaber zugleich die Flucht. Der lange, mit einem Bakel