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ter, liebte sie so feurig, daß ich mich um ihretwillen inFlammen und Ströme gestürzt hätte.
Einst klagte sie mir mit weinenden Augen, der Magi-ster habe sie beleidiget, so entsetzlich beleidiget, daß siecs ihm lebenslang nicht vergeben und vergessen könnte.„Denke nur den Grobian!" fuhr sie stöhnend fort: „Ersagte gestern, ich sollte mir ans mein Lärvchen nicht soViel cinbilden; cs sc- gar nicht so schön, als ich glaubte."— Hierauf schluchzte sie, als ob Vater und Mutter ge-storben wären.
Ich schimpfte wie nach Noten auf den unhöflichenSchulmann, um die kleine Eitelkeit dadurch zu trösten.Doch weinte sie fort und sagte: „Nicht genug, daß duhier in der Tasche die Faust ballst! Du mußt, wenn dumich lieb hast, dem alten Pedanten einen Streich spielen,mußt ihm wenigstens die Perücke vom Kopfe reißen." —
„Wenn ich nun das Wagestück unternehme, was gibstdu mir?" versetzt' ich: „Drei Küßchcn, schöne Nannp,werden nicht zu viel sepn." —
„Geh doch; ich bin ja nicht schön!" sagte sie mit einemzufriedenen Lächeln, das ihr zu nassen Augen ganz aller-liebst stand. „Nur erst gethan, was du thun willst, dannwollen wir sehn!" —
Ich bat um Vorausbezahlung, ward aber abgewicsen.
Der Angriffsplan auf den lockcnrcichen Hauptschmuckunscrs Orbils machte mir Sorgen. Der Mann war sofürchterlich lang, daß er unter jeder Garde mit EhrenFlügelmann sepn konnte. Eine offene Fehde gegen ihn zubeginnen, schien mir daher nicht räthlich. Sicherer dünktemich folgende List.
Ich crlauerte eine Minute, da er mit Zahlen so be-schäftiget war, daß er die Augen von der Rechentafel nicht