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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Von nun cm ward meine Stiefmutter gegen mich eincrzboshaftcr Plageteufcl, und schien ernstlich entschlossen,mich todt zu quälen. Sic stieß und schlug mich wieeinen Hund, wo ich ihr in den Weg kam, und reichte mirnicht mehr Speise, als nothig war, mein armseliges-chcnlcbcn zu fristen. Mein furchtsamer Vater ließ zwarbisweilen ein mattes Bittwort für mich fallen; doch rührt'er zu meiner Rettung keine Hand, wenn mich sein-thcndes Weib, statt der Antwort auf seine Fürsprache, vorseine» Augen mit Füßen trat. Er unternahm sogar, ohnemich vor de» Klauen dieser Hpänc zu sichern, eine langeGeschäftsreise. Kaum war er über die Schwelle, so wardich in einen finstern Keller gesperrt, dort einen Monatlang mit Wasser und Drod gefüttert, und alsdann mitder Drohung entlassen, wenn ich meinem Vater ein Wortsagte, sollt' ich stracks in mein unterirdisches Gcfängnißzurückgcbracht werden und das Licht des Tages nie wie-der sehen.

Bei allen diesen Martern strebte jedoch meine kcrnhafteGesundheit ihrer Vernichtung entgegen. Meine geschwo-rene Feindin brütete nun einen neuen Hökcnplan aus.Sie setzte nämlich meinem Vater in den Kopf:Ich scpder Bastard meiner Amme, die mich durch ein ans ihremTodtbcttc listig ersonnenes Mährchen ins Haus gebrachtund den rechtmäßigen Erben dafür hinausgelvgcn habe." Sic donnerte ihm ins Gewissen, ei» Hurkind nichtlänger bei sich zu hegen und zu Pflegen, indessen sein leib-licher Sohn wie ein Bettclbube erzogen werde. Einigevon ihr gedungene Kabalmacher und Rechtsverdreherdenn wozu läßt sich der Auswurf des im Ganzen ver-dienstvollen Advokatenstandcs nicht dingen? übcrtäub-ten meinen Vater vollends mit lateinischen Brocken, und