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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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Briefwechsel; doch persönliche Zusammenkünfte machte dieWachsamkeit des mißtrauischen Vaters unmöglich. Horsthatte sonst freien Zutritt; seitdem aber der unglücklicheAntrag geschehen war, ließ sich Feßler alle künftigen Be-suche verbitten. Er selbst ging auch, um heimliches Ein-schlcichcn zu verhindern, von jetzt an nicht mehr auf dasKaffeehaus, wo er vorher keinen Abend fehlte.

Die Gesellschaft dort verlor nichts an ihm; denn seineewige Unterhaltung von Geldgeschäften war so trocken, alsdas Einmaleins. Unerträglich aber ward er, wenn er seinpolitisches Streitroß tummelte. Er besaß eine der feinstenNasen in Europa, nm Jacobincr zu wittern, wo keinewaren. Der unbescholtenste Biedermann roch ihm nachSanscülottismns, sobald er nicht jeden dummen Zcitungs-schnack wie ein Evangelium glaubte und nur den gering-ste» Zweifel dagegen laut werden ließ. Gewisse Journa-listen und Zeitungsschreiber, die bei der vernünftigen Weltso übel bcrüchtiget sind, daß man die armen Sünder garnicht zu nennen braucht, hätten seinen vor Kurzem erfolg-ten Tod in Trauerblättcrn mit schwarzem Rande beweinensollen; denn sie haben an ihm einen so warme» Verehrerund rüstigen Kämpe» verloren, als sic unter den Legionenintoleranter Jacobiner - Schnüffler, die bis dato bei sehrkleinem Verstände das große Wort führen, kaum noch an-trcffcn möchten.

Von diesem Abstecher zu Julianen zurück! Die Nothzwang sie, eine Heuchlerin zu werden. Sic fügte sichscheinbar in des Vaters Willen und that, als ob sie Hor-sten ganz vergessen habe.

Dieser war indessen nicht müßig, sich nach einem neuenSachwalter seiner Liebe nmzuschen.

Hierzu schickte sich nach seiner Meinung Niemand besser,