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Zeit dem schönen Geschlecht im Punkt der Treue nichtmehr über den Weg. —
Bald nachher ward er in ein anderes Städtchen ein-quartiert, und machte dort ans lieber langer Weile seinendritten Spatzicrgang ins Reich der Todtcn.
Sein treuer Schwankgchülfe Jakob bracht' cs diesmaldurch unzählige Pfiffe und Kniffe so weit, daß man imganzen Stadtlcin, das größtcnthcils Abderiten bewohnten,seinen Herrn für todt hielt und die ernsthaftesten Anstal-ten zum Bcgräbniß machte.
Die Geistlichen des Orts begleiteten unter dem Chor-gesang der Schüler die angebliche Leiche zur Gruft, undder Kirchhof war mit neugierigen Zuschauern «»gefüllt.Indem man aber den Sarg hinabgcsenkt und der Todten-gräbcr eine Schaufel voll Erde darauf geworfen hatte,stieß Kpau mit Ungestüm den Deckel auf und sprang wieein Eichhörnchen aus dem Grabe.
Der Pastor, der eben den Segen sprechen wollte, ranntevor Schrecken den Cantor über de» Haufen. Dieser rafftesich, trotz seiner schwerfälligen Corpnlenz, blitzschnell wiederauf, und warf fliehend, gleich einer gewaltigen Boßkugcl,die alle Neune stürzt, die ganze erste Klaffe zu Boden.Die fallenden Primaner schlugen die Sccundaner nieder,und so purzelte schichtweis die ganze löbliche Schule, wiedie Wände eines umgeblasenen Kartcnhäuschens, überein-ander. Ein buntes Quodlibet von Hüten und Mänteln,Perücken und Büchern lag umher. Die schwarzen Männerund Männerchen nahmen sich aber keine Zeit, ihre Habsc-ligkciten aufzuhebcn, sondern keuchten unaufhaltsam nachdem Thore des Kirchhofs zu, und richteten unter dem ge-drängten Klumpen der Zuschauer eine eben so possierlicheNiederlage an, als sie vorher selbst erlitten hatten.