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Der Wicdcraufcrstandenc, der ein gewöhnliches Todtcn-hemd trug, verfolgte den fliehenden Haufen, und jagte ihn,wie der Herbststurm raschelnde Blätter, vor sich her. Nie-mand unterstand sich, ihn anzurcdcn, und er selbst bliebeben so stumm. Endlich waghalste doch der Todtcngräber,ihm mit bebender Hand die Schaufel vorzuhaltc» und zufragen: „Bist du ein guter oder ein böser Geist?" —Kpau schlug ein Helles Gelächter auf und antwortete:„Ich habe gar nicht die Ehre, ei» Geist zu seyn, sondernbin ein lebendiger, vollkommen gesunder Fähnrich. Sagtmir nur, was ihr mit mir vorhabt? Ich glaube gar, ihrwollt mich begraben?" —
Das konnte der staunende Todtcnbcttmcister nicht läugnem„Wie?" fuhr Jener fort zu schmälen: „Mich begraben?Unerhört! Entsetzlich! So verfahrt ihr mit ehrlichen Leu-ten, die das Unglück haben, ein Paar Tage oder Stun-den im Hinbrütcn zn liegen? Wartet, ihr dummes Volk,das soll euch thcucr zu stehen kommen!" —
Während dieses Wortwechsels hatte die Schaar derFlüchtlinge in einiger Entfernung Halt gemacht, und reckteneugierig, wie die Gänse beim Wetterleuchten, die Hälsehoch empor. Der Todtcngräber eilte jetzt herbei, drängtesich bis in den Mittelpunkt, wo einige Rathsglicdcr stan-den, und erzählte die seltsame Mähr. Die ehrwürdigenVäter der Stadt sahen sich mit langen Gesichtern an;denn sie erkannten auf der Stelle mit Bestürzung, daßman das Bcgräbniß übereilt und dadurch die landesherr-lichen Verordnungen übertreten habe. Es ward ihnenLange, der Ertodtc mochte Lärm blasen und ihnen ein No-tabene von oben herab zuzichen; dcßwegen beschießen sie,ihm ein Sühnopfer zu bringen, und noch diesen Abendzu seinen Ehren, — wenn auch gleich der bevorstehende