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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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lockerer Gesell und armer Teufel gewesen, und Malchenwürde daher schwerlich mit ihm glücklich geworden seyn." Das Mädchen widersprach zwar; doch für den Hor-cher unter der Leinwand nicht lebhaft genug.

Der Tröster fuhr fort:Die Welt sey ja mit Kyannicht ausgestorben; cs lebten noch Tausende, die sich injedem Betracht mit ihm messen könnten, und cs für ihrhöchstes Glück achten würden, einem solchen Engel, wieMalchcn, Hand und Herz anbieten zu dürfen." DieBetrübte schien den letzter» Umstand selbst für ansgemachtzu halten; denn sic lehnte diese Schmeichelei mit keinemWörtchen ab, sondern stieß blos ein kleines-schmachtendesScufzerchen ans, und dem armen Kyan zugleich damiteinen Dolch in den Busen.

Der junge Herr rückte nun seinem Ziele näher und ver-sicherte:Die Hand der Freundschaft habe blos bis jetztihm den Mund verschlossen, er hätte sonst längst ein Ge-ständnis» seiner feurigen Liebe gewagt." Mit diesen Wor-ten warf er sich auf die Knie und girrte wie ein Tauber.Das Täubchen wies seine Huldigung nicht zurück, sondernhob ihn freundlich empor. Es wurden zärtliche Wörtchen,und endlich sogar Küsse gewechselt, wovon einer so lautund vernehmlich war, daß Kyan wirklich todt scpn mußte,wenn er ihn nicht hören sollte.

Dieser lärmende Kuß mochte wahrscheinlich ein verabre-deter Judaskuß scpn; denn Kyan richtete sich jetzt schnellempor und stand mit drei Sprüngen vor Amalie». Siefiel in Ohnmacht, und hörte die Vorwürfe nicht, womiter sie aus vollem Herzen, und seinen Freund zum Scheinüberhäufte. Er hob von nun an alle Verbindung mitdem unbeständigen Mädchen auf,* und traute seit dieser