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Stclle Gehör, so mag ich nichts mehr von ihr wissen, undLu bist künftig Hahn im Korbe." —
Dieser Abrede gemäß, ward Kyau plötzlich krank undimmer kränker. Er benahm sich dabei als ein so geschickterKomödiant, daß er nicht allein Matchen und ihre Eltern,sondern sogar den Arzt täuschte. Nachdem er einige Tagedas Bett gehütet hatte, weckte sein Jakob eines Morgensdas Haus mit der Traucrklagc: „Mein Herr ist todt!" —Die ganze Familie geriet!) in Bestürzung. Der Wirthwollte den Abgeschiedenen sehn. Dieß mußte der schlaueDiener verhindern, damit nicht der Betrug entdeckt wurde.Er lief also, nachdem er die Stube fest verschlossen hatte,unter dem Vorwand schleuniger Verrichtungen stracks ausdem Hause, und kam nicht eher zurück, als bis der Wirthin seinen täglichen Bcrufsgeschäften ausgegangcn war.
Von Matchen war nichts zu befürchten ; den» man wußteschon, daß sie einen unüberwindlichen Abscheu vor Leichenhatte. Sie machte auch wirklich bei ihrem Geliebten keineAusnahme, sondern ließ es dabei bewenden, in einem Ne-benzimmer zu schluchzen und zu stöhnen.
Ihre Thräncn waren eben im schönsten Flusse, als KyausMitbuhler zu ihr herein trat und ein Magazin von Trost-gründen anskramtc. Sie bewirkten aber in der ersten Vier-telstunde bei der schönen Trauernden so wenig, daß sievielmehr immer lauter klagte. Das tönte dem Schcin-todten (der kaum zehn Schritte davon, der offenen Thürgegenüber, mit einem Tuche bedeckt lag) süß und lieblichins Ohr, und er hatte die beste Hoffnung, daß cs in die-sem Tone fortgchen werde.
Dieß geschah aber nicht. Sein zur Falschheit bevollmäch-tigter Freund fing nach und nach an zu äußern: „DerVerstorbene sep zwar eine ganz ehrliche Haut, aber ein