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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Nun gut," sagte Kyan kaltblütig:so bleib' ich dennhier, bis ich Geld bekomme."

Als die Pferde wieder in den Stall gezogen waren,hielt er mit seinem Reitknechte, der ein Pfiffiger Burschewar, einen Zweisprach unter vier Angen, und legte sichhierauf Abends zeitig zu Bette.

Indessen schmauchte noch sein Reisiger mit dem Wirth(einem abergläubigen Einfaltspinsel des vorigen Jahrhun-derts) ein vertrauliches Pfeifchen und sprach endlich, nach-dem er vorher sorgfältig die Thür verriegelt und sich inallen Winkeln nach Horchern umgeschcn hatte, mit gchcim-nißvollcm Gesicht ;n ihm:Ich bin sein Freund, HerrWirth, und sag' ihm also aufrichtig, daß er gar nichtwohl gethan hat, meinem Herrn die gebetene Gefälligkeitabzuschlagen."

Warum ? Ich lasse durchaus keinen Gast ohne Bezah-lung fort."

Ja, das geht wohl bei gewöhnlichen Menschen an;aber"

Nun, was denn aber? Ist sein Herr ein unge-wöhnlicher Mensch?"

Ach! Schier möcht' ich das glauben."

Wie? was? Red' er doch!"

Der Reitknecht sprang schnell vom Stuhl auf, drückteden Thürriegcl fester, ging nochmals rund herum auf dieLauschcrjagd, kam seufzend an seinen Ort zurück und setztemit dem Wirth, dessen Augen starrten und dessen Mund-flugel weit offen standen, das Gespräch also fort:

Ach, lieber Freund, ich bin ein unglücklicher Mensch!Jeden Abend, wenn ich mich zu Bett lege, dank' ich demHimmel für die Beschütznng meines Lebens; denn ich mußvon dem, der sich meinen Herrn nennt, täglich und stund-