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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
139
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Ich komme waffenlos, meine Gnädige, um einen süßenTod von Ihrer schönen Hand zu sterben."

Nichts von Schmeichelei! Haben Sie wirklich keinePistolen mitgebracht?"

In der That nicht."

Nun, so thcilcn wir die ineinigen. Wählen Sie!"

Mit diesen Worten reichte sie ihm zwei Gewehre hin.Anstatt aber darnach zu greifen, zog der Schalk einenfürchterlich großen Fuchsschwanz unter dem Mantel hervorund schlug damit die Dame so derb auf die Hand, daßsie plötzlich vor Ucberraschung beide Pufferchen fallen ließ.

Der Umstehenden schmetterndes Gelächter übertäubte denSchwall ihrer Schimpfrcden, und man fiel ihr zugleich inden Arm, weil sic hastig ein Pistol wieder anfhob und imErnst Miene machte, es gegen ihren Feind abzudrücken.So überwältigt, ließ sie sich endlich beruhigen und ver-söhnen.

2 .

Bei Gelegenheit einer Lustreisc hielt sich unser Baronin einer Stadt, die ihm gefiel, einige Wochen auf undlebte herrlich und in Freuden. Doch, da er am Ende dieRechnung des Gastwirths empfing, verwandelte sich seinLachen in Trauern; denn er fand mit Schrecken, daß sieden Bestand seiner bei sich habenden Kasse weit überstieg.Er bat daher, ihm auf kurze Zeit gegen einen Schuld-schein Kredit zu geben.

Der Wirth sprach aber:Nein!" und schloß geschwinddas Thor seines Hauses zu, weil die Pferde des Reisen-den schon gesattelt im Hofe standen.