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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
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war mir so verdächtig, daß ich deshalb nicht zu Betteging, sondern jede Bewegung im Hause beobachtete. DerFall des Bcttschirms bestärkte mich in der Vermuthungeines Schclmststcks, und beflügelte meine Schritte. Den-ken Sie nun, liebe Freundin, an den unangenehmen Vor-fall nicht weiter; betrachten Sie ihn als einen schreckhaftenTraum, und beruhigen Sic Ihr Herz durch Schlaf! Ichstehe in ähnlichen Fällen, die ich aber nicht befürchte, wei-ter zu Diensten."

Als sich der Hauptmann jetzt wieder entfernt hatte,konnte sich Madam Berger nicht enthalten, ihrer Freundindarüber einen sanften Vorwurf zu machen, daß sie allegegründete Warnungen vor Liscttcu etwas leichtsinnig inden Wind geschlagen habe. Nach allen Umständen warder Treulosen Mitschuld bei dem nächtlichen Ueberfall au-ßer Zweifel. Sie hatte sich nach dem Abendessen sehrmüde und schläfrig gestellt, und dadurch ihre gutherzigeGebieterin bewogen, sich früher als gewöhnlich ausklci-den zu lassen. Jetzt war sic verschwunden, und man hatnie wieder etwas von ihr erfahre».

16.

Der Kammcrjunker kam, schäumend vor Wuth, nachHause und sprengte noch mitten in der Nacht einen Die-ner fort, um den vertrautesten geheimen Nach seiner Bu-benstücke zu rufen.

Dieser Elende, Namens Luchs, war ein bankrottsterKaufmann. Er ging gewöhnlich mit den Trümmern sei-nes merkantilischcn Schiffbruchs von Hans zu Haus, botbei dieser Gelegenheit Mund und Hand zu allen mög-lichen Niederträchtigkeiten feil, und war auch der Bote,