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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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beginne. Mariane war ihm völlig fremd. Er besuchteselten das Schauspiel, und hatte nur bisweilen, wenn erihr auf der Treppe begegnet war, ein flüchtiges Höflich-kcitswort mit ihr gesprochen. Ihr guter Nuf und stillerLebenswandel erwarben ihr aber seine Achtung. Es thatihm weh, ein so braves Mädchen von einem berüchtigtenEhrcnräubcr verfolgt zu sehn; er beschloß dcßhalb, nachkurzer Ucbcrlegung über den Zusammenhang der Sachebei den Damen selbst Erkundigung cinzuzichen und ihnenmit Rath und That beizustehcn.

Er ließ sich melden, und ward wegen seiner bekanntenRechtschaffenheit ohne Bedenken angenommen. Marianekam ihm weinend entgegen. Er erklärte sich bescheiden überdie Bcwcgungsgründe seines Besuchs, und vernahm da-gegen mit innerlicher Empörung die schändliche Geschichtedieses Tages. Madam Berger bat um seinen Schutz.Dersoll Ihnen werden!" rief er:Bei Gott! er soll Ihnenwerden! Ich vermied zwar in meinem ganzen Leben, michin fremde Händel zu mischen; das ist aber hier nicht derFall. Zur Vcrthcidigung der Unschuld gegen die Angriffeeines kecken Bösewichts ist jeder ehrliche Mann verpflichtet.Geben Sie mir daher nur einen Wink, sobald es der elendeHofschranz wieder wagt, Ihre friedliche Wohnung zu be-unruhigen. Ich hoffe, mein bloßes Erscheinen soll ihn aufimmer in die Flucht schlagen; denn Schurken haben nieMuth." -

Der Hauptmann verließ jetzt die Frauenzimmer, durchscin edclmüthigcs Erbieten sehr getröstet. Sie klingeltennun Lisettcn herbei, um sic in ein ernstliches Verhör zunehmen. Das Mädchen erschien mit niedergeschlagenenAugen, gestand aber durchaus nicht, von dem Kammcr-sunker bestochen worden zu sepn. Es wirkten weder Bit-