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9 (1847) Feierabende : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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möglich ist sollte sic jemals ein freundliches Wort mitIhnen sprechen, oder mir Ei» Mul Ihnen znlächeln , soscp das zwischen ihr nnd mir die Losung einer ewigenFeindschaft."

Das weir' ein großes Unglück für die schöne Mariane!"sagte spottend der Kammcrjunker, und setzte trotzig denHnt auf.Ein unübersehbares Unglück, von einer so tap-fer», mit einer Schwcrtzunge bewaffneten, und mit demHarnisch der Grobheit gerüsteten Amazone verlassen zuwerden. Ich verstehe nicht, mit der Zunge zu fechten.Ein solcher Zweikampf mit Ihnen, Frau Thcatcrhcldiu,würde mir auch wenig Ehre bringen: ich raume Ihnendaher letzt das Feld, wir spreche,, ,,s aber wieder, ge-wiß wieder."

Er polterte nun, ohne die Antwort der Madam Ber-ger abzuwartcn, die Treppen hinunter und fluchte:Hol'der Henker das verdammte Komödiantcnvolk!

13 .

Alle Bewohner des Hauses liefen zusammen nnd forsch-ten unter einander nach der Ursache des Lärms, womitdieser böse Geist ausfuhr. Niemand wußte darüber Aus-kunft zu geben. Manche muthmaßtcu zum Nachthcil desKammcrjunkcrs, manche zum Nach,heil der Frauenzimmer.

Den ersten Stock unter Marianens Zimmer bewohnteei» Kapitän der fürstlichen Garde, ein gerader, schlichterBiedermann, der den Uebcrmuth und Frevel sungcr Wüst-linge verabichculc. Er hörte das Getümmel über seinemHaupte, kannte die Stimme des Ruhestörers und seinschlimmes Gemülh, und zweifelte daher keinen Augenblick,daß der hämische Bube einen seiner gewöhnliche Streiche