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mußte -sie oft ängstlich suchen, wenn sie wieder austretensollten. So scherzten und schwatzten sie sich natürlicherWeise ganz aus dem richtigen To» und Takt ihrer Rol-len heraus, und spielten sie nun, wenn sie auch vorhernoch so viel Fleiß darauf verwendet hatte», wie armseligeStümper.
Der Directcur war ein ganz anderer Mann, als vieleseiner College», die nicht das A B C ihres Fachs verste-hen. Er wußte den Gehalt eines Schauspiels zu würdigenund verstand die Gesetze der Darstellung so vollkommen,daß sich selbst die geübtesten Mitglieder der Gesellschaftseine Erinnerungen bei den Proben gern gefallen ließen.Sie thatcn cs um so lieber, da er bescheiden und höflichwar, und selbst den gerechtesten Tadel mit der saustenStimme der Freundschaft äußerte. Doch sprach er auch,wenn es »öthig war, im ernster» Tone. Dieß erfuhrenbesonders die nachläßigcn Herren und Dame» , die ihreRollen nicht gehörig lernten, sich blos auf die Probenverließe», solche dadurch vervielfältigten, und den fleißi-ger» Schauspielern unnöthige Wege und Zeitverlust ver-ursachten.
Die Gesellschaft bestand übrigens größten Theils auswackern Leuten, die sich durch Ordnung, Häuslichkeit undtadellose Sitten die Achtung der Stadt erwarben. Beson-ders zeichnete sich Madame Berger, eine Wittwe von ge-setzten Jahren, in diesen Tugenden aus. Sie nahm, aufWolframs Veranlassung, Marianen zu sich ins Haus undan den Tisch, und betrug sich gegen sie als die zärtlichsteFreundin und Mutter.