dcln die Eucrn auf die feindlichste Weise, streifen täglichüber unsere Gränzen herüber und verüben die grausamstenMordthatcn. Aber wie kann cs auch anders sehn? ImReiche der Vierfüßler schaltet und waltet ein schlimmerKanzler, der gern Geflügel speist, und daher die Sündergegen die Gesetze nicht anders straft, als daß er ihnenauflegt, Hühner zu liefern. Diese arme Kreaturen werdenalso überall, wo sie sich blicken lassen, ergriffen und ge-würgt, und müssen sich fast immer auf Dächern und Bäu-men aufhalten, um vor ihren Verfolgern sicher zu sepn.Sobald sic sich herab wagen, um ein Körnchen Speise zusuchen, springt ihnen ein Fuchs oder ein Iltis nach derKehle. Was soll daraus entstehen, wenn Ew. Hoheit nichtbald Anstalt trifft, dieser Landplage zu steuern? Jetzt istder rechte Zeitpunkt dazu, da König Simpel so freundschaft-liche Gesinnungen äußert. Darum schmiedet das Eisen,weil's warm ist! Ersuchet ihn, mit Euch einen Vertragzu schließen, kraft dessen hinfort alle Feindseligkeiten zwi-schen den vicrfüßigen Thiercn und den Vögeln auf ewigeZeiten beendiget werden."
Gikgak fand die Vorstellung seines Kanzlers überausvernünftig, und ernannte Herrn Gökler, den Hahn, alsFriedensgesandten.
Diese Botschaft war mit Lebensgefahr verbunden; alleinder muthige Mann übernahm sie dennoch mit Freuden,um seinem bedrängten Geschlcchte nützlich zu sepn. Erreiste, mit gehöriger Instruktion versehen, sogleich ab,suchte und erhielt beim König Simpel eine geheime Au-dienz , und entledigte sich seines Auftrags mit großer Be-redsamkeit.
Der ehrliche graue König wußte wenig oder nichts vondem, was in seinem Lande vvrging, und so war ihm denn