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Vögel habe» zwar meistens — die Zaunkönige darunterausgenommen — eine gute Portion Witz und Verstand;aber zu Geschäften taugen sie nicht."
Wie so? fragte Simpel: Verstand haben und unbrauch-bar sepn — das scheint mir ein Widerspruch, den ichnicht begreife. Drückt Euch deutlicher aus!
„Die Dichter, gnädigster Herr, sind durch die angeneh-men Spiclwerke ihrer Einbildungskraft so verzärtelt undverwöhnt, daß sie gegen andere Arbeiten einen unüber-windlichen Ekel empfinden."
Ist das wirklich wahr?
„Kannst dich darauf verlassen!" siel der Tischrath ein:„Der Herr Statthalter pflügte mit meinem Kalbe; dennalles, was er dir jetzt von den schönen Geistern sagte,weiß er von mir, und ich Hab' es auf meinen Reisen inder Menschenwelt aus dem Munde wichtiger Männer ge-hört.«
Ei, ei! ries Simpel, wenn's so steht, will ich mich vorden schönen Geistern wohl hüten. Herr Reineke mag mirnur mit seinem Schwager wieder angcstochcn kommen!Ich will ihm die Wege weisen. —
Als nun Reineke am folgenden Tage bei Hofe erschien,sagte der König: Ich Hab' Euer gestriges Anbringen inUeberlcgung gezogen, und kann Euch, wenn Ihr demStaate durchaus nicht länger dienen könnt oder wollt,den gebetenen Abschied nicht versagen- Allein mit EuermSchwager mag ich mich aus gewissen Ursachen nicht ein-lassen. Es wird am besten sepn, wenn er bleibt, waser ist. —
Reineke stellte sich, als ob er heftig erschräcke. „Wasmuß ich hören!" rief er aus: „Wie ist mein armer Schwa-ger so unglücklich gewesen, bei Euch in Ungnade zu fal-