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„Puh! das ist vollends ein Unkraut! Laß ihn vcrseln,so viel er will; nur mach' ihn ja nicht zum Kanzler! Duwürdest aus dem Regen unter die Traufe gerathen."
Ei, wie denn so? — Du scheinst dem Poeten seind;ich aber bin ihm Dankbarkeit schuldig.
„Dankbarkeit! — Du zwingst mich zum Lachen! —Ueberlaß doch diese kleine, ängstliche Tugend dem Bürgerund Bauer! Du bist darüber hinweg."
Bursch, halt dein Maul! Deine Posten gefallen mir;aber solche ernsthast-gottlose Reden sind mir ein Gräuel.Ich wollte doch heute wieder ein gemeiner Esel werden,wenn ich hier oben auf dem Königsstuhle meine gutenGesinnungen ablcgen müßte.
„Das ist kein Muß. Behalte sic, behalte sie, und schaffdir meinetwegen noch mehr Spießbürgertugendcn an! Wiedu dir bettest, so schläfst du."
Ach, ich schlief sonst besser als jetzt! — Laß mir denStephanien, den gewesenen Statthalter, rufen! Mit dir,Hans Narr, ist über Staatsangelegenheiten kein vernünf-tiges Wort zu sprechen. —
Als der Erstatthalter kam, verlangte Simpel sein Gut-achten über Schalkwitzcns Beförderung.
„Ich kann dazu nicht rathen;" antwortete der Riese:„denn Schalkwitz ist — ein schöner Geist."
Wie? was? rief Simpel: Ein schöner Geist? — Wasist das für ein Ding? Ist es vielleicht ein gefährliches,giftiges Thier?
„Das eben nicht," sagte der Statthalter.
Nun, warum warnt Ihr mich denn?
„Ich will Ew. Hoheit verständigen. Man nennt dieDichter, zu denen sich auch Schalkwitz — ich weiß nicht,ob mit Recht oder Unrecht — zählt, schöne Geister. Diese
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