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Rath! Ich ärgere mich darüber nicht; denn cs ist nuneinmal das Schicksal des Alters, von Kindern und —Eures Gleichen verspottet zu werden."
Er wandte sich hierauf wieder zum König und bat umResolution. „Euer Bedenken, mich zu verabschieden," fuhrer fort, „ist mir zwar schmeichelhaft; allein der HerrTischrath hat wirklich nicht Unrecht, wenn er cs sonderbarfindet. Was verliert Ihr an mir Invaliden? der Staatist an fähigen Köpfen so reich, daß die Lücke, die durchmeinen Abgang entsteht, sogleich wieder ausgcfüllt werdenkann. Ich selbst will Euch unmaßgeblich einen geschicktenund redlichen Mann Vorschlägen, der ganz für den Kanz-lerposten geboren scheint und mich doppelt und dreifachersetzen wird."
Der wäre? — fragte Simpel.
„Mein Schwager Schalkwitz, gnädigster Herr! Er war,so zu sagen, eine Sprosse oder vielmehr die ganze Leiter,auf welcher Ihr den Thron bestiegt, und empfahl sichEuch überdieß neulich durch ein kleines Lobgcdicht, wofürer die Gnade hatte, zum Hofpocten ernannt zu werden."
Ich erinnere mich seiner, versetzte der Graue, und willEuer zwiefaches Gesuch überlegen. Meldet Euch morgennach Bescheid!
Reineke trat ab. Der Hofnarr schnitt Grimassen undschlug Kreuze hinter ihm her-
Rathc mir, was soll ich thun? sprach Simpel, als ermit seinem Spaßmacher wieder unter vier Augen war.
„Wie du doch fragst!" versetzte Squenz: „Du hastnichts zu thun, als dem Himmel zu danken, daß du mitso guter Manier einen Schelm los wirst!"
Aber was denkst du von seinem Schwager, dem Hof-dichter? —