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„Woher des Landes?" fragte ihn einsmals ein alter,eisgrauer Mann, der eine Waldhütte bewohnte.
Der Bnrsch nannte sein Vaterland. Da schlug der Ein-siedler vor Erstaunen die Hände zusammen und rief: „Dubist aus Böhcim, aus dem reichen Böhcim, und gehst hierbetteln?"
„Von Böhmens Rcichthum weiß ich nichts;" versetzteder Wanderer. „Ich wenigstens habe keinen Theil daran."
„Dazu will ich dir verhelfen;" sagte der Greis. „Eilenach Böheim zuruck, erfrage dort den Habichtstein —"
O, den kenn' ich!" fiel ihm Anton ins Wort. „Ichbin nicht weit davon zu Hause."
„Desto besser!" rief der Alte. „Ich weiß von guterHand — von gewissen, in den Tiefen der Erde bewan-derten Leutchen — kurz, ich weiß, daß am Fuße des Ha-bichtstcins au der Mitternachtseitc ein großer Schatz ver-graben liegt. Ich könnte längst Herr davon sepn; manumndert aber mit einer Bürde von hundert Jahren nichtgern in ferne Länder, und mir sind auch die Blätter derBäume, die meine Hütte beschatten, lieber als Goldstücke.Darum schenk ich dir jenen Plunder, junger Gesell! Gehstracks in deine Heimath zurück, und hebe bei Nachtzeitden Schatz; sprich aber zuvor mit keinem Menschen davon.Eine kleine Spitzsäule bezeichnet den Ort, wo du mit leich-ter Mühe ein reicher Mann werden wirst."
Anton dankte für die gute Nachricht, ob er gleich nochkein rechtes Vertrauen zu der Sache gewinnen konnte.
Er lief nun Tag und Nacht wie ein Eilbote, kam anseinem Wohnorte glücklich an, umarmte sein gutes Müt-icrlcin, und flog daun zu seiner Marie, die ihm jauch-zend und mit offenen Armen cntgcgcngesprungen wäre,