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tzes Nachts an seine Hansthür geheftet wurden. VaterMalz ergrimmte höchlich darüber, ohne jedoch seinen ge-liebten Sohn von dergleichen Unbilden retten zu können.
So standen die Sachen noch in den ersten Tagen desMonats April 1814, als die erfreuliche Nachricht von deram 31. März erfolgten Einnahme der Stadt Paris dasLand durchflog. Da sprang dem Alten ein glücklicher Ge-danke in den Kopf. „Höre, Mutter!" sprach er zu seinerFrau: „es ist höchst nöthig, unfern von der ganzen Stadtverspotteten Sohn wieder zu Ehren zu bringen, und eszeigt sich jetzt eine gute Gelegenheit, daß er sich ohne diegeringste Gefahr an die Armee anschließen kann- GanzFrankreich ist nun in den Händen der Preußen und ihrerBundesgenossen; Christoph kann also nach Paris reisen,ohne daß ihn ein Hund anbellt. Kommt er mit GottesHülfe dort glücklich an, so meldet er sich bei dem Feld-marschall und bittet um Einstellung in ein Regiment. Diewird man dem hübschen Jungen mit Freuden gewähren.Er verrichtet dann vielleicht einen Wachdienst, kehrt nachsechs oder acht Wochen glorreich mit der Armee zurück,und wird, wie seine Kameraden, mit Jubelgeschrei undLorbcerkränzen empfangen."
„Weißt du aber auch gewiß, daß ihm in dem gefähr-lichen Paris nichts Schlimmes begegnen kann?" fragtedie ängstliche Mutter.
„Was soll ihm begegnen?" sagte der Vater. „DieFranzosen sind auf's Haupt geschlagen; sie mucken nicht."
Christoph ging nun, sorgfältig eingemantelt und mitLebensmitteln reichlich versehen, mit der Post ab, und er-reichte bei erwünschtem Wohlsepn die französische Gränze.Aber einige Meilen hinter derselben verließ ihn sein Schutz-gcist. Ein Trupp bewaffneter Bauern hielt den Postwa-