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7 (1847) Neue Talismane. Vacuna. Der graue König : mit sechs Stahlstichen
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Seite
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die Naturgabc, die Stimme und die Gebcrdcn jedes Men-schen, den sic nur eine halbe Stunde lang gesehen undbelauscht hatte, vollkommen nachzuahmcn. Damit belustigtesie oft ihre Gesellschaften, und besonders trat sie in derRolle der alten Tante stets mit dem größten Beifall auf.

Das erfuhr die Gräfin zwar nicht; es war ihr aberbekannt, daß sich das Fräulein mit solchen Gaukeleien ab-gab und eine Meisterin darin war. Eine alte, von derGräfin sehr in Ehren gehaltene Kammerfrau hatte oft denVerdruß, daß sich Auguste keck vor sic hinstellte unddiesen Nachspott mit ihr trieb. Sie beklagte sich endlichbei ihrer Herrin darüber. Auguste bekam Verweise,sündigte aber noch bisweilen wider Willen, indem sic be-wußtlos die Stimme der Kammerfrau annahm, wenn sieder Gräfin etwas erzählte, was jene gesagt hatte. Dagerieth die Matrone stets in heftigen Zorn, und stellte demFräulein vor: daß solcher Mnthwille höchst tadclhaft sey,und sich jedermann vor Personen scheue, die dergleichenGespött über Andere zu treiben Pflegen. Diese Abmah-nungen gingen zu einem Ohre hinein, zum andern hinaus.Auguste setzte ihr lustiges Spiel fort, und ergötzte ihreFreundinnen, die unendliches Vergnügen daran fanden,zuletzt mit einer Hauptpofsc, die jedoch für die Darstellerinselbst keine ergötzlichen Folgen hatte.

Die Gräfin ward einsmals von einer befreundeten Fa-milie , die auf dem Lande wohnte, ungeladen, sich einenganzen Sommcrtag bei ihr zu vergnügen. Sie entschloßsich schwer dazu, weil sie seit einigen Jahren die Mauernder Stadt nicht verlassen hatte. Endlich faßte sie Muth,setzte sich eines Morgens mit ihrer Kammerfrau in denWagen, und fuhr nach dem Landgutc jener Familie, dasnur eine Meile von der Stadt entfernt lag.