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7 (1847) Neue Talismane. Vacuna. Der graue König : mit sechs Stahlstichen
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Seite
321
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Das erfuhr sein Oheim, den er in der Jugend hart be-leidiget hatte. Der ehrwürdige Greis war von seinemliederlichen Neffen nie um Verzeihung gebeten worden,batte jedoch schweigend verziehen, und sandte ihm jetzt,ohne Unterzeichnung seines Namens, fünfzig Dukaten. Erwickelte sic in das Papier, auf welchem der Esel, denKarl ihm einsmals anhängte, gezeichnet war. DieserAnblick sollte den Wüstling beschämen und ihn zur Reuebewegen. Der Onkel wollte sich dann mit ihm aussöhncnund ihn, wenn er sein Leben bessere, zum Erben einsetzen.Diese Rechnung war aber falsch. Karl steckte zwar dieDukaten mit Vergnügen in die Tasche; der Onkel erhieltaber zum Dank den Esel zurück, mit der Beischrift:Gleich und gleich gesellt sich gern." Darüber mitRecht erzürnt, machte der Oheim am folgenden Tage seinTestament und setzte eine fromme Stiftung zum Erbenein.

Karl wehrte nun noch eine Weile durch allerhandSchwindeleien den Hunger von sich ab. Als er sich abergar nicht mehr zu helfen wußte, trug er sich dem GrafenB", mit welchem er vormals in Verschwendung undUcbcrmuth gcwctteifcrt hatte, zum Reitknecht an. DerGraf gewährte ihm die erbetene Stelle, und Karl freutesich, daß er wieder reiten konnte, wenn auch nicht, wievormals, an der Seite des Grafen. Er war so tief ge-sunken, daß es ihm nicht sonderlich schwer ward, den Rü-cken seines Herrn immer im Auge zn haben und sich inLivree seiner Vaterstadt zu zeigen, die ihn von Jugendauf und nur noch einige Jahre zuvor in unmäßiger Prachtund Herrlichkeit gesehen hatte. Es gab sogar Leute, denener jetzt besser als ehemals gefiel, weil er doch nun sein

Langbein's sämmil. Sehr. Xl. Bd. 2l