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geschaffen und in Umlauf gesetzt worden. Mit solchenPapieren in seiner Brieftasche, ging er auf ein Kaffeehaus,nahm in Gegenwart der übrigen Gäste eins heraus undzündete seine Tabakspfeife damit an. Diese Tollheit lockteZuschauer an seinen Tisch. Einige lachten, andere schaltenihn, daß er den Werth eines Thalers so leichtsinnig in dieLust blase. Da griff er gewöhnlich, statt aller Antwort,in die Brieftasche, nahm Scheine von zwei und mehrernThalern heraus, fuhr damit ins Licht und ließ den Brandder Pfeife mit Vorsatz oft erlöschen, um seine Verschwen-dung bewundern zu lassen. Ein ernster Mann gab ihmeinsmals darüber einen Verweis. „Sie begehen," spracher, „ein Verbrechen gegen den Landesherrn, indem Siedas von ihm geschaffene Papiergeld so verächtlich behan-deln." Darüber lachte der Bube laut und sagte: „ZeigenSie das an, mein Herr! Der Landesherr muß sich freuen,daß ich sein Papiergeld zu Tabakszüudern verbrauche;denn was ich verbrenne, das braucht er künftig nicht ein-zulösen."
Bei solcher Wirthschaft war es kein Wunder, daß er imzweiten Jahre nach dem Tode seiner Mutter mit der gan-zen Erbschaft rein fertig war. Er suchte nun Anleihenbei Juden und Christen; aber niemand vertraute ihm ei-nen Thaler an, weil man wußte, daß er den Brunnenseines Vermögens bis auf den letzten Tropfe» erschöpfthatte. Er mußte deßhalb Pferde und Wagen verkaufen,und überlieferte die dafür eingenommenen Summen jedenAbend der Spielbank. Alles, was er noch von Werthbesaß, ging denselben Weg. Bald war er ein vollendeterBettler.