im Gasthofc, so kann er mich sehr leicht finden, wenn ervielleicht selbst hier übernachtet."
„Hören Sie," sagte Ferdinand, „ich habe einen glück-lichen Einsall. Ich kenne in der Vorstadt einen ehrlichenSchneidermeister, der ein eigenes kleines Haus besitzt undallein bewohnt. Er soll Ihnen ein Stübchen einräumen,wo Sie, so lange Sic wollen, in Verborgenheit lebenkönnen. Ich laufe hin, um das Quartier zu bestellen.Sagen Sie indessen dem Gastwirthe, Sie wollten wegender drückenden Tageshitze bei Nacht wandern, und packenSie schnell Ihre Habseligkeiten zusammen. Indessen macheich die Sache dort richtig, hole Sic ab, und Sic beziehenin der Dämmerung, von keinem Späher beobachtet, Ihrestille Wohnung, wo Sie sich unter dem Dache der Red-lichkeit nnd Treue befinden."
Ferdinands Plan gelang. Der Schneidermeister, einvormaliger Diener des Amtmanns und ihm und den Sei-nigcn noch treu ergeben, nahm Werner» in seinemHüttchen auf, und die Fremdlinge lebten acht Tage soheimlich darin, daß selbst die nächsten Nachbarn keineKunde davon bekamen. Nachher setzten die Reisenden ih-ren Stab weiter, und man hörte nichts mehr von ihnen.Aber Ferdinand und Luise sprachen noch oft von demkleinen Heinrich, betrachteten mit Vergnügen sein Bild-lich, und wünschten sehr, ihn bald wieder zu sehen. Dochwar freilich dazu keine Wahrscheinlichkeit vorhanden.
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Die Verwandelung.
Acht Jahre darauf hatte der Amtmann Siegfriedwegen anhaltender Kränklichkeit seine Stelle niedcrgelegt,