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„Er hat einen Paß zu einer Reise durch Sachsen und ei-nen andern nach Böhmen. Wer kann wissen, wohin ersich gewandt hat? Auch würden Sie wahrscheinlich nurein Irrlicht verfolgen: denn Werner ist gewiß nicht derMann, den Sie meinen."
„Desto besser für ihn!" erwiederte Jener. „Aber nach-setzcn muß ich ihm durchaus. Dazu verpflichtet mich derBefehl meines Herrn. Führt mich das Glück auf denrechten Weg, so will ich den Flüchtling bald einholen."
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W a r n » n g.
Luise saß bei diesem Gespräche wie auf glühendenKohlen. Als aber der Fremdling seinen Entschluß, Wer-ner» nachzusetzen, erklärte, da schlich sie leise fort, liefnach dem Zimmer des Hauslehrers, rief ihren Bruder her-aus , erzählte ihm, was sie gehört hatte, und bat ihn aufdie dringendste Weise, in den Gasthof zu eilen und Wer-ner» zu warnen.
Ferdinand stürzte fort. Kein Hindcrniß hielt ihnauf; die Lehrstunde war eben geschlossen.
Werner schien über Luisens Botschaft zu erschrecken,faßte sich aber schnell und sagte: „Ich danke herzlich fürdie mir gegebene Nachricht, ob ich gleich dem Herzogevon "" und seinem Diener unbekannt bin und folglichnichts von ihnen zu befürchten habe. Dennoch könnte michder ausgesandte Kundschafter allerdings in eine neue Un-tersuchung verwickeln. Es ist daher rathsam, ihm ausdem Wege zu gehen. Aber wohin sogleich? Es wird baldNacht; ich kenne weder Weg noch Steg. Bleib' ich aber