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muß ich verschweigen, aber seine Gestalt kann ich genaubezeichnen." — Hierauf beschrieb er einen Mann, derWernern aufs Haar glich, und fügte noch hinzu: wahr-scheinlich habe diesen Flüchtling eine schlanke Frau und einvierzehnjähriger Knabe begleitet.
„Heißt dieser Mann Werner?" fragte der Amtmann.
„Nein!" antwortete der Fremde. „Er könnte jedoch,um sich seine Flucht zu erleichtern, diesen Namen ange-nommen haben."
„Das ist sonderbar!" versetzte der Amtmann. „Eingewisser Werner, der dem von Ihnen bezcichncten Ver-brecher vollkommen ähnlich sah , befand sich mit Frau undSohn drei Wochen hier in Gefangenschaft, weil man ihnin einem meiner Amtsdörfcr, wegen Mangel eines Reise-passes, in Verhaft genommen hatte. Dennoch kann er nichtder Mann sepn, den Sie suchen. Er kam nicht aus denStaaten Ihres Herzogs, sondern aus ", wo er viele Jahreansässig gewesen war. Sein Paß, den er durch Straßen-raub eingebüßt hatte, ward vor drei Tagen bei den ver-hafteten Räubern gefunden. Auch bestätigte der von mirbefragte Stadtrath seines vormaligen Wohnorts alle seineAngaben. Das bewirkte seine Freiheit, und ich habe ihnvorgestern entlassen."
„O, daß ich nicht um zwei Tage früher kam!" rief derFremde. „Hundert Louisd'or gab' ich darum, wenn ichden Menschen sehen und mich überzeugen könnte, ob er'sist oder nicht, dessen Spur ich suche."
„Das möchte nun wohl ein Näthsel bleiben;" sagte derAmtmann.
„Ich muß cs lösen, ich muß ihm nachsctzen;" sprach derFremde. „Auf welcher Straße find' ich ihn wohl?"
„Hier ist guter Rath theuer;" antwortete Siegfried.