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schenken für Ferdinands Mutter bestimmt, weil sie un-ablässig sortfuhr, die Gefangenen täglich mit guter Kostzu versorgen.
Während dieser Beschäftigungen ward an die Thür ge-klopft. Ferdinand öffnete sie einen Fingerbreit, umden Besuch, den er hatte, nicht bemerken zu lassen. Drau-ßen stand die kleine Hedwig, die Tochter des Amtsver-walters Zach an, der das Erdgeschoß des Schlosses be-wohnte. Sie bemühte sich mit mancherlei Wendungen,in die Stube hincinzuschen und fragte: „Ist Lutschenhier?" Ferdinand verneinte; doch Hedwig sagte miteinem spitzigen Tone: „Lutschen wird ja recht vornehm,daß sie sich vor mir vcrläugnen läßt. Aber freilich, wennman hohen Besuch hat, müssen sich kleine Leute gefallenlassen, vor der Thür abgcwicsen zu werden." Damitschlug sie ein Helles Gelächter auf und lief die Treppewieder hinab.
Luise hörte das alles in der Stube, machte sich aberwenig daraus, weil Hedwig ein unartiges, schlecht er-zogenes Mädchen war, dessen einfältiges Geplauder ihroft zur Last fiel.
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Der steife FNann.
Am folgenden Tage trafen die Geschwister und Hein-rich wieder im Poetcnthale zusammen. Sie wählten sicheinen bequemen Sitz im Grünen, weil Heinrich einMährchcn erzählen wollte.
Er hatte jedoch kaum angcfangcn, als Herr Zachau,der doch nichts weniger als ein Poet war, den Poetcn-gang herauf kam und sein Töchterlcin an der Hand führte.