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Eure Söhne verschlungen. Draußen im Walde, nicht weitvon der großen Buche, wo mein altes Messer in der Erdesteckt, verschwanden sie vor meinen Angen."
„Bist du wahnsinnig geworden?" versetzte Sibylleganz ruhig. „Du redest ja tolles Zeug!"
„O, daß ich im Wahnsinn spräche! antwortete Therese,und berichtete nun den ganzen Hergang von dem Augen-genblick an, da ihr das unterirdische Wesen zuerst erschien,bis zur letzten schaudervollcn Begebenheit.
„Ach, meine Söhne! meine Söhne!" schrie Sibylle,und raufte sich vor Verzweiflung die Haare aus. „Du,Ungeheuer, bist Schuld an ihrem Verderben!" — Und mirasender Wuth ergriff sie ein Messer, um es dem unschul-digen Kinde, das knieend und mit gefalteten Händen denTodesstreich erwartete, in die Brust zu stoßen.
Urplötzlich sprang die Stubenthür auf, TheresensWohlthätcrin flog herein, faßte sie in die Arme, und ver-schwand mit ihr.
Sibylle stand, mit erhobener Hand, stumm und starrvor Schrecken.
Als sie sich wieder bewegen konnte, lief sic in den Wald,fand das Merkzeichen, mit dem sie Theresen so heillosgequält hatte, warf sich jammernd auf der Stelle nieder,wühlte die Erde mit den Händen auf, und rief tausend-und aber tausendmal die Namen ihrer Söhne. Aber dieErde war stumm. Nur des Guckgucks eintöniger Rufschallte wie Spott durch den Wald.
Sie begab sich nun eiligst zur Obrigkeit des Orts, undbat, mit Meldung des unglücklichen Vorfalls, um Erlaub-»iß, daß sie die Stelle, wo ihre Söhne versunken waren,