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empfangen, drei Mal ans, ein weißer Arm streckte sich auseiner kleinen Erdklust hervor, und nahm die mit einigenDankworten überreichte Hippe in Empfang.
Mutter Sibplle starrte die großen Holzbündel, diedas Mädchen ins Haus brachte, mit Verwunderung an, ohnesich zu einem Lobwörtchcn entschließen zu können. Es warihr vielmehr gar nicht recht, daß sie keine Gelegenheit fand,Schläge auszuthcilen und das verhaßte Stiefkind hungernzu lassen.
Am nächsten Morgen jagte sie Theresen wieder inden Wald, und befahl ihr mit strengen Worten, heutenoch fleißiger als gestern zu scpn.
Die unterirdische Freundin reichte dem guten Mädchen,als es am Boden anklopfte, die Hippe wieder zu, und eshätte sich wohl der halbe Wald damit abmähen lassen,wenn es Theresen möglich gewesen wäre, größere La-ste» zu tragen. Sie konnte daher, nach wieder abgclie-serter Hippe, der lauernden Mutter nicht mehr als desvorigen Tages überbringen. Das ward für Ungehorsamerklärt, und Mißhandlungen folgten darauf. Die Leidendeduldete sie, wie immer, mit schweigender Ergebung.
Nach Tische sagte die Alte zu ihren Söhnen: „MitTheresen geht etwas vor, das ich nicht begreife. Siebrachte gestern so viel Holz aus dem Walde, daß ich imStillen darüber erstaunte. Mich verdroß, daß ihr die Ar-beit so leicht geworden war: denn sie soll sich durchausmartern und quälen. Ich nahm daher gestern Abend ihrWaldmesser und sägte damit so lange auf Kieselsteinenherum, bis die sogenannte Schneide beinahe noch stum-pfer als der Rücken geworden war. Nun, dachte ich,
Langbein'S sämmil. Schr. Xl. Bd. 13